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11.07.2010

Web-Typo mit @font-face-Schriften (Update)

Themen: CSS, Web-Typografie | zuletzt bearbeitet: 20.06.2011


Es tut sich etwas im Bereich Web-Typografie! Lange Zeit war es für Webdesigner nur über Ausweichlösungen wie Grafiken, sIFR, cufón & Co. möglich, eigene Schriften auf Websites einzusetzen. Mittlerweile gibt es dank @font-face-Schriften und entsprechenden Anbietern bessere Alternativen. Fünf Anbieter kurz vorgestellt:

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Typekit

Typekit ist wohl der etablierteste Anbieter von @font-face-Schriften, was Referenzen wie twitter, The New York Times oder The Wall Street Journal verdeutlichen. Es gibt mittlerweile eine relativ große Auswahl sowohl an freien wie auch kommerziellen Schriften, die regelmäßig erweitert wird. Aktuell werden vier Pakete angeboten die sich im Umfang der verfügbaren Schriften und der zur Verfügung gestellten Bandbreite unterscheiden. Das kleinste Paket ist gratis, so dass Typekit kostenfrei ausprobiert werden kann.


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Fonts Live

Fonts Live wird von der Schriftenschmiede Ascender betrieben und funktioniert ähnlich die Typekit, bietet derzeit allerdings nicht ganz so viele Schriften an. Größter Nachteil ist wohl, dass bei Fonts Live die Schriften einzeln lizensiert und bezahlt werden, wohingegen man bei Typekit aus dem gebuchten Schriftenpaket frei wählen darf. Da bei den meisten Websites aber sowieso nur eine oder zwei Schriften zum Einsatz kommen, dürfte sich dieser Nachteil in der Praxis relativieren. Font Live hat zwar kein kostenloses Paket im Angebot, kann aber dank kostenlosem 30-Tage-Testzugang trotzdem gratis getestet werden.


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Fontspring

Fontspring verfolgt einen anderen Ansatz als Typekit und Fonts Live: anstatt eines Abo-Modells bei dem die Schriften vom Server des Anbieters bezogen werden, kauft man bei Fontspring die Schriften inklusive eines Webfont Packages, das alles enthält, was man für die @font-face-Einbindung braucht. Mit aktuell 1658 Schriftfamilien hat Fontspring das umfangreichste Schriftenangebot der in diesem Artikel vorgestellen Anbieter.


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Font Squirrel

Font Squirrel ist ein komplett kostenloser Anbieter und bietet derzeit 607 freien Schriften an. Der Nachteil ist allerdings, dass man hier keine Schriftklassiker wie Futura, Garamond und so weiter finden wird. Font Squirrel bietet, wie auch Fontspring, die Schriften samt @font-face-Kits und Demo-Seiten direkt zum Download an.


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Google Font Directory

Google bietet mit der Google Font API und dem Google Font Directory ebenfalls die Möglichkeit, Schriften direkt von den Google-Servern kostenlos auf der eigenen Website einzubinden. Großer Nachteil ist allerdings die sehr überschaubare Schriftenvielfalt mit aktuell 18 Schriftfamilien. Ebenfalls überschaubar scheinen die verfügbaren Sonderzeichen für die einzelnen Schriften zu sein. In beiden Bereichen müsste Google nachlegen, damit das Angebot für Webdesigner interessant wird.


Update 7. September 2010

Weitere Webfont-Services und mehr Informationen zum Thema finden sich im Artikel „Webfont-Services: Eine Bestandsaufnahme“ von Ivo Gabrowitsch auf fontwerk.com.

Update 20. Juni 2011

Eine sehr gute Übersicht zu vielen Webfont-Services und Ihren Leistungen hat Sylvia Egger auf sprungmakrer.de zusammengestellt:.


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1 Kommentare

pivke

10.09.2012 21:08:07

Nicht unbedingt die beste Lösung, aber dennoch eine: Die Schriftdatei in eine Base64 konvertieren und die Schriftdatei lokal auf dem Server hochladen :-)